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Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten – Heft 38

GBE-Themenheft 38: Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2007) nicht mehr aktualisiert.

Verbesserte Arbeitsbedingungen, zu denen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Maßnahmen zur betrieblichen und überbetrieblichen Gesundheitsförderung gehören, tragen zu einer Verminderung von Fehlzeiten, Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten bei. Die Arbeitsunfälle haben sich von 2,1 Millionen im Jahr 1992 auf 1,1 Millionen im Jahr 2003 fast halbiert. Auch Wegeunfälle haben sich in diesem Zeitraum von 260.000 auf 200.000 reduziert. Die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sind von 190.000 auf 65.000 besonders stark zurückgegangen.

Lärmschwerhörigkeit ist mit Abstand die häufigste anerkannte Berufskrankheit. An zweiter Stelle stehen durch Asbest verursachte Berufskrankheiten. Bei Frauen, die häufig anderen Gefährdungen im Berufsleben ausgesetzt sind, sind Infektionskrankheiten, Hautkrankheiten und allergische Atemwegserkrankungen als die wichtigsten Berufskrankheiten zu nennen.

In den letzten Jahren wurde der Schwerpunkt der arbeitsweltbezogenen Gesundheitspolitik auf die Prävention gelegt. Dabei tritt neben den klassischen Schutzmaßnahmen die Prävention von Risikofaktoren in den Vordergrund. Zum Beispiel können Rückenbeschwerden durch die Tätigkeit beeinflusst sein, aber auch durch Übergewicht, mangelnde bzw. einseitige sportliche Aktivität, angeborene Fehlhaltung oder durch die Psyche.

Betriebliche Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, auch psychosoziale Belastungen, die zu einer erhöhten Arbeitsunfähigkeit und zu erhöhten Arbeitsunfällen führen, zu reduzieren. Der Nutzen und die Wirksamkeit von Arbeitsschutzmaßnahmen fallen in den einzelnen Branchen unterschiedlich stark aus. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Tätigkeiten und den damit verbundenen Risiken. Dennoch ist Arbeitsschutz nicht nur aus ethischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht sehr wichtig. Eine vernetzte Zusammenarbeit aller im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes tätigen Akteure ist dabei sehr förderlich.

Stand: 16.03.2007

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