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Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen – Heft 40

Im Mai 2008 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Trotz leicht abnehmenden Alkoholkonsums über die letzten Jahrzehnte liegt Deutschland im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Konsums von Alkohol mit an der Spitze. Bereits bei Kindern und Jugendlichen finden sich riskante Konsummuster. Von zwölf Prozent der 12- bis 15-Jährigen und fast der Hälfte der 16- bis 19-Jährigen werden mindestens einmalige monatliche Trinkanlässe mit Intoxikation berichtet. Etwa 22 Prozent der 18- bis 59-jährigen Erwachsenen trinken Alkohol in einem Ausmaß, in dem auf Dauer physische, psychische und soziale Folgeschäden zu erwarten sind.

Übermäßiger Alkoholkonsum ist besonders ein Problem von Männern im mittleren Lebensalter und kann Ursache für verschiedene Krankheiten wie z.B. Leberstörungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurologische Störungen, psychische Erkrankungen sowie Ursache für Unfälle sein. Darüber hinaus kann übermäßiger Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zu Schädigungen des ungeborenen Kindes führen.

Schätzungsweise 1,6 Mio. der erwachsenen Wohnbevölkerung sind nach DSM-IV-Kriterien alkoholabhängig. Nach offiziellen Statistiken geschieht etwa jedes vierte bis fünfte Gewaltdelikt unter Alkoholeinfluss, bei jedem neunten tödlichen Verkehrsunfall war Alkohol im Spiel. Die Gesamtkosten für alkoholbezogene Krankheiten werden auf knapp 20 Mrd. Euro jährlich geschätzt. Außerdem hat Alkoholkonsum in Deutschland jährlich etwa 42.000 Todesfälle zur Folge.

Deutschland verfügt über ein vergleichsweise differenziertes Betreuungs- und Behandlungsangebot für Alkoholkranke. Die Primärprävention, die überregional von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geleistet bzw. unterstützt wird, hatte in Deutschland schon immer einen hohen Stellenwert. Zunehmend gewinnen zur Senkung des Umfangs von Alkoholabhängigkeit und -missbrauch sekundärpräventive Maßnahmen an Bedeutung.

Stand: 26.05.2008

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