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Schizophrenie – Heft 50

Im Juli 2010 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

GBE-Themenheft 51: Schizophrenie. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Schizophrenie ist eine der schwersten psychischen Erkrankungen. Weltweit erkrankt etwa 1% der Bevölkerung mindestens einmal im Leben – meist zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr. Die Erkrankung ist für viele Betroffenen mit erheblich eingeschränkter Lebensqualität verbunden. Sie zählt weltweit zu den zehn Erkrankungen mit der größten Anzahl durch "Behinderung beeinträchtigter Lebensjahre".

Hierzu tragen der frühe Erkrankungsbeginn, Rückfälle bei etwa drei Viertel der Betroffenen und eine erhöhte Sterblichkeit bei. Dazu kommen häufig überdauernde Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie der sozialen und beruflichen Lebensbewältigung. Auf diese Weise wird eine Erwerbstätigkeit für die meisten schizophren Erkrankten eingeschränkt oder unmöglich. Dies verursacht bei Betroffenen und Angehörige große persönliche Belastungen und im Gesundheits- und Sozialsystem hohe Kosten.

Andererseits stehen mittlerweile wirksame medikamentöse und psychosoziale Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch wurde die Organisation der Versorgung in den letzten 30 Jahren wesentlich auf die Bedürfnisse schizophren Kranker ausgerichtet. Dadurch konnten stationärer Aufenthaltszeiten erheblichen reduziert werden.

Durch frühzeitige Erkennung und Behandlung sowie konsequente Rückfallprophylaxe kann der Verlauf einer Schizophrenie günstig beeinflusst werden. In der Akut- und Langzeitbehandlung wird eine Symptomremission und Rückfallprophylaxe in ca. 70% der Fälle erreicht.

Von einer Optimierung der Integration zwischen ambulanter, (teil-)stationärer und rehabilitativer Versorgung sowie durch breiteren Einsatz qualitätssichernder Maßnahmen ist eine Verbesserung der Versorgung zu erwarten. Letztlich dient eine Bekämpfung der Stigmatisierung und Diskriminierung schizophren Erkrankter nicht nur der Entlastung und sozialen Integration der Betroffenen, sondern senkt auch die Schwellen für die Akzeptanz von Hilfeangeboten.

Stand: 15.07.2010

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