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Krankheitskosten – Heft 48

Im Januar 2010 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

GBE-Themenheft 48: Krankheitskosten. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2010) nicht mehr aktualisiert.

Im Jahr 2006 wurden in Deutschland für den Erhalt der Gesundheit und die Linderung von Krankheitsfolgen durchschnittlich 2.870 Euro für jeden Einwohner ausgegeben – zusammen entsprach das einer Summe von 236 Milliarden Euro.

Zusätzlich ist der Verlust am Arbeitsmarkt infolge von Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und Mortalität mit rund 4 Millionen Erwerbstätigkeitsjahren zu berücksichtigen.

Die höchsten Kosten entstanden durch Krankheiten des Kreislaufsystems mit insgesamt 35,2 Milliarden Euro. An zweiter Stelle mit 32,7 Milliarden Euro stehen die Kosten für Krankheiten des Verdauungssystems. Zu diesen Krankheiten gehört als besonders ausgabenintensive Einzelkrankheit die Zahnkaries. Den dritten Rang bei den Kosten für Krankheitsklassen nehmen psychische und Verhaltensstörungen mit 26,7 Milliarden Euro ein. Fast gleichhoch waren die Ausgaben für Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.

Die Krankheitskosten steigen stark mit dem Alter. Bei den unter 15-Jährigen lagen die Krankheitskosten im Jahr 2006 bei nur 1.260 Euro pro Person. Für 45- bis 64Jährige stiegen sie auf 2.930 Euro und für Hochbetagte im Alter von mindestens 85 Jahren lagen die Kosten bei 14.370 Euro pro Kopf. Fast die Hälfte der Kosten für die Hochbetagten entstanden in Pflegeeinrichtungen. Für alle Altersgruppen dagegen entstanden nur gut ein Zehntel der Krankheitskosten in Pflegeeinrichtungen.

Auf Frauen entfielen 57,6% der Kosten, während ihr Bevölkerungsanteil 51,1% beträgt. Zugleich sind Frauen durchschnittlich älter als Männer. Diese demographischen Unterschiede erklären den Hauptteil der höheren Krankheitskosten der Frauen. Weiterhin sind Kosten von Schwangerschaft und Geburt und ein häufigerer professioneller Pflegebedarf im hohen Alter bei alleinstehenden Frauen zu berücksichtigen.

Das Statistische Bundesamt schätzt seit 2002 alle zwei Jahre den volkswirtschaftlichen Schaden in Deutschland durch Krankheiten und Unfälle. Die Ergebnisse geben einen Überblick über die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens durch die Bevölkerung nach Alter und Geschlecht, Krankheitsarten und Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Das vorliegende Themenheft schließt eine dreiteilige Reihe volkswirtschaftlicher Betrachtungen des Gesundheitswesens im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes ab.

Stand: 08.01.2010

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