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GBE-Glossar

Das methodische Glossar bietet Ihnen Erklärungen zu Begriffen und Definitionen aus der Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung.

maligne

bösartig

Median

auch Zentralwert oder Dichtemittel genannt, bezeichnet die Stelle in einer nach Größe geordneten Reihe von Beobachtungswerten, auf die bezogen 50% aller Werte kleiner/gleich bzw. größer/gleich diesem Wert sind. Der Median ist im Unterschied zum arithmetischen Mittelwert robuster gegenüber extremen Ausreisserwerten und kann auch für ordinale Variablen angegeben werden.

Meldepflichtige Krankheiten

In der Bundesrepublik Deutschland sind gemäß dem Infektionsschutzgesetz dort festgelegte übertragbare Krankheiten der Gesundheitsbehörde anzuzeigen. Je nach Krankheit sind der Verdacht, die Erkrankung und/oder der Tod zu melden.

Merkmal

Eigenschaft einer Person/Bevölkerung, deren Ausprägungen eine Bevölkerungsgesamtheit im Zusammenhang mit der Verbreitung von Risiken oder Gesundheitsproblemen differenzieren.

Metaanalyse

Nutzung und Auswertung mehrerer Datensätze bzw. Studien mit gemeinsamer Thematik

Migration

Migrationshintergrund

Für bevölkerungsbezogene Analysen u.a. zu Gesundheit und gesundheitlichem Verhalten eignet sich die Variable "Ausländer" nur sehr begrenzt, deshalb wird zunehmend die Variable "mit Migrationshintergrund" verwendet. Diese Bevölkerungsgruppe umfasst neben den Ausländer/innen auch bestimmte Teile der Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, bei denen einzelne Personengruppen manchmal einbezogen sind und manchmal nicht. Im Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes wurde erstmals 2005 diese Variable erfaßt. Demnach werden zu Personen mit Migrationshintergrund folgende gezählt:

1.     Ausländer

1.1. zugewanderte Ausländer (Ausländer der 1. Generation)
1.2. in Deutschland geborene Ausländer (Ausländer der 2. und 3. Generation)

2.    Deutsche mit Migrationshintergrund

2.1. zugewanderte Deutsche mit Migrationshintergrund
---- Spätaussiedler
---- eingebürgerte zugewanderte Ausländer

2.2. nicht zugewanderte Deutsche mit Migrationshintergrund
---- eingebürgerte nicht zugewanderte Ausländer
---- Kinder zugewanderter Spätaussiedler
---- Kinder zugewanderter oder in Deutschland geborener eingebürgerter ausländischer Eltern
---- Kinder ausländischer Eltern, die bei Geburt zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben (ius soli)
---- Kinder mit einseitigem Migrationshintergrund, bei denen nur ein Elternteil Migrant oder in Deutschland geborener Eingebürgerter oder Ausländer ist

Mikrozensus

Jährlich durchgeführte, bundesweite Befragung einer repräsentativen 1% Bevölkerungsstichprobe, die thematisch breit angelegt ist, u.a. werden Erwerbstätigkeit, Haushaltskonstellation, Familie und Einkommen abgefragt. Im Rahmen von vierjährlichen Zusatzprogrammen werden unter anderem Angaben zur Krankenversicherung sowie zu Gesundheit und Behinderung erhoben.

Mittelwert

ist das arithmetische Mittel/der Durchschnitt aller beobachteten bzw. gemessenen Werte und ist ein Lagemaß für eine statistische Häufigkeitsverteilung . Einzelne extreme Ausreisserwerte können dieses Mass aber erheblich beeinflussen.

mittlere Bevölkerung

ist eine für viele epidemiologische Maße wichtige Bezugsgröße, nämlich auf welche Grundgesamtheit sich die im Zeitraum untersuchten/beobachteten Ereignisse (z.B. Geburten, Sterbefälle, Erkrankungen, usw. ) beziehen. Da sich die Bevölkerung im betrachteten Zeitraum verändert, wird deshalb eine mittlere Bevölkerung verwendet. Diese kann auf verschiedene Art ermittelt werden, als Durchschnitt mehrerer Stichtagsbevölkerungen oder aus der Stichtagsbevölkerung zur Jahresmitte. Bei Bezugsbevölkerungen für Stichprobenerhebungen können andere Zeiträume und Verfahren vorkommen. Die amtlich mittgeteilte mittlere Wohnbevölkerung eines Jahres ist i.a. der (alters- und geschlechtsgegliederte) Mittelwert aus den Stichtagsbevölkerungen der entsprechenden 12 Monate.

mittlere Lebenserwartung

Kennziffer für die Sterblichkeit; interpretiert als die Anzahl von Lebensjahren, die unter Annahme des Fortbestehens der gegenwärtigen Sterblichkeitsverhältnisse ein Neugeborenes durchschnittlich zu erwarten hätte

siehe auch Lebensdauermaße

Modalwert

Name oder Wert der Auspägung, die unter einer Menge von Beobachtungen am häufigsten vorkommt. Bei einer Häufigkeitsverteilung ist es die Klasse/der Wert, dem die höchste Häufigkeit zugeordnet ist.

Morbidität

bevölkerungsbezogene Betrachtung des Auftretens und der Veränderung von Gesundheitsproblemen.

Mortalität

bevölkerungsbezogene Betrachtung der Sterblichkeit. Sie wird durch Mortalitätsmaße (Sterblichkeitsmaße), welche die Zahl der Gestorbenen auf die Bevölkerung beziehen, beschrieben. In Sterbetafeln werden die Sterblichkeitsverhältnisse einer Bevölkerung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht abgebildet. Eng zusammen mit der Mortalität hängt die epidemiologische Maßzahl Lebenserwartung (s. a. epidemiologische Maßzahlen). Verallgemeinert kann die Mortalität als Inzidenz des Sterbens angesehen werden, deshalb sind auch viele Überlegungen und Maßzahlen, die (allgemein) von der Inzidenz ausgehen, übertragbar.

Mortalitätsmaße

multifaktoriell

durch mehrere dazu meist in Wechselwirkung miteinander stehende Faktoren/Merkmale beeinflusst/verursacht

Müttersterblichkeit

Ein Müttersterbefall ist nach Definition der WHO ein Sterbefall einer Frau während oder bis zu 6 Wochen nach Beendigung der Schwangerschaft (ausser Tod durch Ereignisse, die nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung standen). Bezugsgröße ist die Zahl der Lebendgeborenen.

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

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