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GBE-Glossar

Das methodische Glossar bietet Ihnen Erklärungen zu Begriffen und Definitionen aus der Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung.

Geburtenrate/Geburtenziffer

Allgemeine Geburtenrate/Geburtenziffer: Anzahl der Lebendgeborenen je 1.000 der Bevölkerung

Geburtlichkeit

Genesung (Rekurrenz, Recovery)

im epidemiologischen Zusammenhang ist hiermit in Umkehrung der Inzidenz der als Genesungsfälle zählbare Abgang aus der Menge der Erkrankten/Betroffenen und Rückkehr in die Bevölkerung unter Risiko gemeint. Dieser wirkt verringernd auf den Bestand (die Prävalenz) ein. In Analogie zu den Inzidenzmaßen (siehe Inzidenzmaße) Inzidenzrate und Inzidenzdichte kann gegebenenfalls eine Rekurrenzrate oder Rekurrenzdichte als Maßzahl angegeben werden. Die durchschnittliche Krankheitsdauer entspricht der durchschnittlichen Zeit von der Erkrankung bis zur Genesung.

geometrisches Mittel

wird anstelle des arithmetischen Mittelwerts (siehe Mittelwert) als Lagemaß für eine Verteilung verwendet, wenn die beobachtete Variable eher logarithmisch skaliert ist. Der Logarithmus des geometrischen Mittels ist identisch mit dem arithmetischen Mittel der logarithmierten Variablenwerte.

Gesundheitsausgaben

Die Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamtes weist als  Gesundheitsausgaben die Ausgaben für den Endverbrauch von Gesundheitsgütern und -dienstleistungen sowie die Investitionen im Gesundheitssektor aus. Die Gesundheitsausgaben werden differenziert nach Leistungsarten, Einrichtungsarten und Ausgabenträgern ausgewiesen.

Vorleistungen (wie beispielsweise die Produktion von Arzneimitteln) finden sich nicht explizit unter den Gesundheitsausgaben wieder. Ausgewiesen werden dagegen Forschungs- und Entwicklungskosten, sofern sie zu Lasten solcher Ausgabenträger gehen, die das Statistische Bundesamt bei seiner Gesundheitsausgabenrechnung berücksichtigt. Auch Aufwendungen für Pflege, betriebliche Gesundheitssicherung und gesundheitliche Maßnahmen zur Wiedereingliederung ins Berufsleben gelten als Gesundheitsausgaben.

Gesundheitsberichterstattung (GBE)

ist eine problembezogene und wertende Sammlung von wesentlichen Gesundheitsproblemen und Gesundheitsrisiken einer räumlich und zeitlich definierten Bevölkerung, Sie dient hauptsächlich der Information der Öffentlichkeit und der Politik. Sie sollte unter anderem informationelle Grundlagen schaffen über

  • regions-, geschlechts-, alters- und schichtspezifische Statistiken zu Gesundheit, Krankheiten und Sterbengeschehen
  • soziale und regionale Verteilungen von Gesundheitsrisiken sowie präventive Potentiale
  • Inanspruchnahme und Qualität der gesundheitlichen Betreuung und Versorgung
  • Ausstattung und Leistungen der gesundheitsbezogenen Einrichtungen sowie differenzierte Kosten
  • Gesundheitspolitische Steuerung und Konzepte sowie Verlauf und Ergebnisse gesundheitspolitischer Initiativen

Gesundheitsmonitoring

Kontinuierlich durchgeführte Erhebung zur langfristigen Beobachtung der Häufigkeit von Krankheiten, Krankheitsfolgen und gesundheitlichen Risikofaktoren, der Inanspruchnahme von Präventions- und Versorgungsleistungen, der subjektiven Gesundheit und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Gesundheitsprobleme

Gesundheitsprobleme eines Menschen bzw. der Bevölkerung haben vielfältige Formen und Ursachen. (z.B. Krankheiten, Störungen und Behinderungen und deren physische, psychische und soziale Folgen, Lebensbedingungen, Gesundheitsverhalten, Zugänglichkeit und Qualität medizinischer und sozialer Betreuung ). Der Wandel der Gesundheitsprobleme einer Bevölkerung ist zudem Indikator des sozialen Wandels und des Wandels der Beziehungen der Menschen zu ihrer Lebensumwelt. Die Sozialmedizin untersucht die Phänomenologie, die sozialen Ursachen und die Folgen sich wandelnder Gesundheitsprobleme. Aufgabe der Sozialmedizin ist die wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der Zukunft der Gesundheitsprobleme einer Bevölkerung.

Gesundheitssurvey

Mit den Daten von  Gesundheitssurveys lassen sich bevölkerungsrepräsentative Aussagen zur Verbreitung ausgewählter Erkrankungen, deren Risikofaktoren und Krankheitsfolgen sowie zu Aspekten der medizinischen Versorgung treffen

Das Robert Koch-Institut führte mehrere Gesundheitssurveys durch:

  • Bundes-Gesundheitssurvey 1997 bis 1999 (BGS98)
  • Telefonische Gesundheitssurveys  2003 bis 2006 (GSTel03 bis GSTel06)
  • Kinder- und Jugendgesundheitssurvey 2003 bis 2006 (KiGGS)
  • Gesundheit in Deutschland aktuell seit 2008 (GEDA)
  • Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland 2008 bis 2011 (DEGS)

Gesundheitsversorgungssystem

Unter dem Begriff Gesundheitsversorgungssystem werden alle Infrastrukturen zusammengefasst, die die notwendigen bzw. jeweils als Rechtsanspruch definierten Maßnahmen der Gesundheitsversorgung durchführen. Das System der medizinischen Hilfeleistung ist Teil des Gesundheitsversorgungssystems.

Gewinn an Lebenserwartung

Diese Kennziffer wird z.B. in der Form "Gewinn an Lebenserwartung im Alter von ... Jahren bei Ausschluss von Todesursache(n) .." ausgewiesen und gibt als Modellrechnung an, wie sich die Lebenserwartung verändern würde, wenn die Sterblichkeit an ausgewählten Todesursachen wegfiele.

Grundgesamtheit

Grundgesamtheit bezeichnet die gesamte Zielgruppe (meist Personen) einer Erhebung , aus der eine Stichprobe von Personen gezogen wird. Ergebnisse aus der Stichprobe können, soweit diese repräsentativ (s. Repräsentativität, repräsentativ) war, auf die Grundgesamtheit verallgemeinert werden. Elemente einer Grundgesamtheit können u.a. auch Ereignisse, Regionen oder Zeiträume/-punkte sowie andere Untersuchungsobjekte der Gesundheitsberichterstattung (GBE) sein (z.B.Einrichtungen).

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

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