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GBE-Glossar

Das methodische Glossar bietet Ihnen Erklärungen zu Begriffen und Definitionen aus der Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung.

Datenquellen der GBE

Wegen der Vielfalt und Komplexität der im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung (GBE) zu behandelnden Fragen, werden zur Fundierung der Aussagen Daten zu den unterschiedlichsten Sachverhalten benötigt. Deshalb muss auf eine Vielfalt von Datenquellen zurückgegriffen werden. Diese sind von unterschiedlicher Herkunft, Gewinnungs- und Aufbereitungsmethodik, Vollständigkeit, Aussagekraft und Zuverlässigkeit. Die Palette reicht von Daten der amtlichen Bevölkerungsstatistik und amtlichen Fachstatistiken (z.B. Todesursachen, Gesundheitswesen, Schwerbehinderte, Verkehrsunfälle, ...) über Statistiken für Prozesse, die von gesetzlich geregelten Verwaltungsvorgängen begleitet werden (z.B. Berentung, Arbeitsunfähigkeit, Berufskrankheiten, ...), Kapazitäts- und Leistungsstatistiken verschiedener Leistungsbereiche des Gesundheitsversorgungssystems (z.B. Krankenhäuser) bis zu den primär zum Zweck der Informationsgewinnung über die gesundheitliche Lage und/oder die Betreuung der Bevölkerung gewonnenenen Daten aus Erhebungen, Untersuchungen, Befragungen, Studien, Surveys usw.

Demografische Maßzahlen

sind Maßzahlen, mit denen die Demographie die darzustellenden Strukturen und Veränderungen der Bevölkerung quantitativ beschreibt. Dazu gehören u.a. die Geburtenrate (siehe Natalitätsmaße), die Fertilitätsrate (siehe Fruchtbarkeit/Fertilität sowie Fruchtbarkeitsziffer/Fertilitätsrate), die (altersspezifischen) Sterberaten (siehe Sterblichkeitsmaße) und als komplexes Maßzahlensystem die Sterbetafel, in der auch die Lebenserwartung enthalten ist. Die Stichtagsbevölkerung und die mittlere Bevölkerung sind grundlegende Bezugsgrößen für viele epidemiologische Maßzahlen.

Demographie

Die Demographie befasst sich mit der Beschreibung des Aufbaus und der Entwicklung der Bevölkerung und stellt damit der Epidemiologie grundlegende Informationen über die Bezugsbevölkerung zur Verfügung. Sie gründet sich vor allem auf die Registrierung von Geburten, Eheschließungen, Scheidungen, Sterbefällen, Wohnortwechsel, Ein- und Auswanderungen und die entsprechenden Statistiken. Eine grundlegende Darstellung ist der Aufbau der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht in Form des sog. Lebensbaums oder der Bevölkerungspyramide. Mittels demographischer Maßzahlen (siehe Demografische Maßzahlen) werden die Wandlungsprozesse einer Bevölkerung durch Geburten, Wanderung (Migration), sozial-strukturellen Wandel und Sterbegeschehen beschrieben und analysiert. Diese sind eng verbunden mit bzw. sind teilweise auch epidemiologische Maßzahlen. Besonders Fruchtbarkeit/Fertilität und Mortalität werden auch in der Epidemiologie betrachtet. Die sogenannte medizinische Demographie befasst sich mit solchen demographischen Phänomenen, die als demographische Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung von Gesundheitsvorsorge und -versorgung auf die Medizin wirken und solchen, die durch Wirkungen der Medizin auf die Bevölkerung verursacht werden.

Diagnostik, Diagnose

Zur Diagnostik gehören alle die Maßnahmen, die auf die Erkennung der Krankheit/des Gesundheitsproblems ausgerichtet sind. Dazu zählen Anamnese, Untersuchungen, Laboruntersuchungen, usw. Die Diagnose ist dann die Gesamtheit der durch die Diagnostik gewonnenen Erkenntnisse, wozu meist die Benennung eines Krankheitsbildes/eines Gesundheitsproblems in nosologisch-systematischer Form gehört. Siehe auch Nosologie und ICD.

Dichtemittel

siehe Median

Disposition

Bei der Entstehung einer Erkrankung/eines Gesundheitsproblems spielen im allgemeinen sowohl äussere als auch innere Faktoren und Umstände eine (mit)verursachende Rolle. Mit Disposition sind die inneren, in der Person liegenden Faktoren gemeint. Die Ursachen in ihrer Gesamtheit ergeben sich aus dem komplexen Zusammenspiel von Disposition und Exposition (siehe Exposition, exponiert).

DSM

engl. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen);

aus den USA stammendes weltweit genutztes Handbuch zur Klassifikation psychischer Störungen,

seit 1995 gilt die Version DSM IV

Durchschnitt

arithmetisches Mittel; siehe Mittelwert

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

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