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zu Venenerkrankungen der Beine

Definition

Venenerkrankungen der Beine lassen sich in akut (vor allem Thrombosen) und chronisch (vor allem Krampfadern und venöse Insuffizienz) unterscheiden. Etwa jede 15. Frau und knapp jeder 30. Mann hat bereits einmal eine Thrombose der Beinvenen erlitten. Chronische Venenerkrankungen sind weitaus häufiger.

Verbreitung

Im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 berichteten 4,4% der Befragten über eine tiefe Beinvenenthrombose in der Vergangenheit (Lebenszeitprävalenz). Beim telefonischen Gesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts im Jahr 2006 (GSTel06) waren es 5,1% der erwachsenen, deutschsprachigen Bevölkerung (6,7% der Frauen, 3,5% der Männer).

An einer Lungenembolie, die meist auf eine Beinvenenthrombose zurückzuführen ist, starben im Jahr 2006 laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes 7.620 Personen (2000: 7.596; Rang 23 der häufigsten Todesursachen der Jahre 2006 und 2000).

Die chronische Krampfaderbildung (Varikose) ist das häufigste Venenleiden. Im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 berichteten 20% der Befragten über Krampfadern. Bei der sogenannten Bonner Venenstudie (2000-2002) wiesen lediglich 13,6% der Männer zwischen 18 und 79 Jahren und 6,4% der Frauen keinerlei Zeichen einer venösen Veränderung auf

Risikofaktoren

Neben angeborenen oder erworbenen Störungen des Gerinnungssystems steigt das Risiko einer venösen Trombose z.B.:

  • ab etwa dem 50. Lebensjahr,
  • nach abgelaufenen Thrombosen,
  • bei Adipositas (BMI ≥ 30),
  • bei Einnahme von Sexualhormonen (z.B. Pille oder Hormonersatztherapie),
  • bei Bewegungseinschränkung (durch Lähmung, Bettlägerigkeit o.ä.),
  • nach längeren Flugreisen (> 4 h).

Das Risiko für Krampfadern und venöse Insuffizienz steigt z.B.

  • mit steigendem Alter,
  • bei Adipositas (BMI ≥ 30),
  • bei Erkrankung von Familienangehörigen.

Stand: 03.02.2012

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