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zum Thema Ungewollte Kinderlosigkeit

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl kinderloser Frauen in Deutschland stark angestiegen (Stand 2004). Über 30% der Frauen des Geburtsjahrgangs 1965 aus den alten Bundesländern und mehr als 25% der Frauen aus den neuen Bundesländern sind kinderlos. Das Alter der Mütter bei Geburt stieg in den letzten 10 Jahren um fast 2 Jahre auf knapp 30 Jahre an. Dies zeigt, dass die Entscheidung zur Elternschaft zunehmend in höherem Lebensalter getroffen wird. Damit ist das Risiko sinkender Fruchtbarkeit verbunden. Es wird geschätzt, dass 3% aller Paare dauerhaft ungewollt kinderlos bleiben.

Das Alter der Mütter bei Geburt stieg in den letzten 10 Jahren um fast zwei Jahre auf knapp 30 Jahre. Dies zeigt, dass die Entscheidung zur Elternschaft zunehmend in höherem Lebensalter getroffen wird. Gründe dafür sind u. a. lange Ausbildungszeiten und Schwierigkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren. Damit ist das Risiko sinkender Fruchtbarkeit verbunden. Es wird geschätzt, dass 3% aller Paare dauerhaft ungewollt kinderlos bleiben.

Die Möglichkeiten, eine ungewollte Kinderlosigkeit zu behandeln, wurden seit den 1980er-Jahren kontinuierlich erweitert.Im Jahr 2002 unterzogen sich über 50.000 Frauen einer reproduktionsmedizinischen Behandlung. Die tatsächliche Geburtenrate nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen liegt deutlich unter 20%. Etwa 1% der pro Geburtsjahrgang geborenen Kinder wurden durch künstliche Befruchtung gezeugt.

Angesichts der begrenzten Erfolgsaussicht von reproduktionsmedizinischen Behandlungen kommt präventiven Maßnahmen eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei sollten zum einen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine frühere Familienbildung unterstützen werden. Sinnvoll sind aber auch präventive Maßnahmen, z.B. zur Verminderung der Auswirkung chronischer hormoneller Störungen, bereits im Kindes- und Jugendalter einsetzen.

Stand: 03.02.2005

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