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zum Thema Lärm

Lärm kann bei sehr hohen Pegeln zu Beeinträchtigungen des Hörsystems, zeitlich begrenzte oder dauerhafte Ohrgeräusche (Tinnitus) bis hin zum Hörverlust führen. Um diesen auralen Lärmwirkungen vorzubeugen gibt es im Arbeitsbereich Vorschriften zum vorsorgenden Gehörschutz. Kurzzeitige Schallspitzen oder hohe Pegel kommen allerdings auch im Freizeitbereich vor wie z.B. bei Sportveranstaltungen oder Musikhören.

Viel verbreiteter sind hingegen die sogenannten extra-auralen Wirkungen die, ohne dass es sehr hoher Pegel bedarf, gesundheitsschädigende Effekte hervorrufen können. Solche extra-auralen Wirkungen können schon bei niedrigeren, nicht-gehörschädigenden Schallpegeln auftreten. Lärm ist somit ein wichtiger psychosozialer Stressfaktor. Er beeinträchtigt nicht nur das subjektive Wohlempfinden und die Lebensqualität. Lärm beeinträchtigt auch die Gesundheit im engeren Sinn.

Als akute Lärmwirkungen sind zu nennen: die Lärmbelästigung, Störung- und Unterbrechung von Tätigkeiten, Schlafstörungen und damit verbundene Leistungsbeeinträchtigungen sowie Auslösen von körperliche Stressreaktionen.

Langanhaltende oder sogar chronische Lärmbelastung können zu krankhaften Änderungen der biologischen Risikofaktoren führen (zum Beispiel Blutfette, Blutzucker, Gerinnungsfaktoren). Die veränderten Risikofaktoren können Herz-Kreislauf-Erkrankungen (arteriosklerotische Veränderungen, „Arterienverkalkung”), Bluthochdruck und Schlaganfall aber auch Herzkrankheiten wie den Herzinfarkt verursachen.

Von dem fast ubiquitär vorhandenen Straßenverkehr fühlen sich nach den Daten der DEGS-Studie 37,4 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer belästigt. 6,3 % erlebten den Straßenverkehrslärm stark oder sehr stark belästigend. An zweiter Stelle der Belästigung durch Lärm folgte der Nachbarschaftslärm mit 25,8 %.

Stand: 26.04.2017

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