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zum Thema Gesundheitsbedingte Frühberentung

Rund 100.000 Männer und 74.000 Frauen erhielten im Jahr 2003 aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit neu eine Rente. Bezogen auf die aktiv Versicherten zeigt sich, dass Arbeiter und Arbeiterinnen höhere Frühberentungsrisiken tragen als männliche und weibliche Angestellte: Während etwa neun Arbeiterinnen und sieben Arbeiter pro 1.000 Versicherte früh berentet wurden, waren es bei den Angestellten vier Frauen und drei Männer (früheres Bundesgebiet). In den neuen Ländern erhielten sechs Arbeiter und fast sieben Arbeiterinnen pro 1.000 Versicherte sowie je vier angestellte Frauen und Männer neu eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Das Durchschnittsalter bei Renteneintritt betrug bei Frauen 49,3 (früheres Bundesgebiet) und 48,8 Jahre (neue Länder), bei Männern 50,9 (früheres Bundesgebiet) und 49,8 Jahre (neue Länder).

Die häufigsten Gründe für vorzeitige Berentung sind nach wie vor chronische Krankheiten. Der Anteil der verschiedenen Krankheitsgruppen hat sich aber seit den 1980er Jahren verändert: So ist bei Frauen wie Männern der Anteil der Kreislauferkrankungen an den Frühberentungen stark gesunken; im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Muskel- und Skeletterkrankungen bis Anfang der 1990er Jahre und sinkt seither wieder. Am häufigsten wurden Männer wie Frauen im Jahr 2003 wegen psychischer Krankheiten früh berentet. Bei Männern trugen diese Diagnosen zu 24 Prozent, bei Frauen zu 35 Prozent zu den Frühberentungen bei. Ebenfalls angestiegen sind bei Frauen wie Männern Frühberentungen aufgrund bösartiger Neubildungen.

Im Jahr 2003 wurden für gesundheitsbedingte Frührenten 20,4 Milliarden Euro ausgegeben, das sind 2,9 Prozent des gesamten Sozialbudgets. Rechtzeitige Prävention und Rehabilitation können das Risiko der Erwerbsminderung senken und damit einen Beitrag zur Reduktion der individuellen und gesellschaftlichen Folgen gesundheitsbedingter Frühberentung leisten.

Stand: 21.03.2012

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