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Allgemeines

zu Arthrose / Osteoarthritis (Gelenkverschleiß)

Definition

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Sie bezeichnet einen zumeist durch Überbeanspruchung entstandenen Gelenkverschleiß.

Verbreitung

Ergebnisse aus RKI-Studien

  • In der Studie DEGS1 (2008-2011) geben 20,2% aller befragten Personen zwischen 18 und 79 Jahren an, jemals eine ärztlich diagnostizierte Arthrose gehabt zu haben. Frauen sind signifikant häufiger (22,3%) von Arthrose betroffen als Männer (18,1%). Der Anteil steigt bei beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter: In der Altersgruppe der 18- bis 29-jährigen Frauen sind 1,6% betroffen, bei den 70- bis 79-jährigen Frauen 49,9%. Bei den Männern steigt die Prävalenz in den entsprechenden Altersgruppen von 1,8% auf 33,3%.
  • Bei GEDA 2010 geben 27% der Frauen und 18% der Männer an, dass bei ihnen jemals eine Arthrose ärztlich diagnostiziert wurde (Lebenszeitprävalenz).
    Bei beiden Geschlechtern ist die Arthrose vor dem 30. Lebensjahr selten, steigt dann bis zum 45. Lebensjahr auf knapp unter 10% (Frauen: 8,9%; Männer: 8,7%) an und nimmt danach konsistent über nahezu alle Geschlechts-/Bildungsgruppen mit dem Alter deutlich zu. Knapp ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer in der Altersgruppe 45-65 Jahre berichten die ärztliche Diagnose einer Arthrose. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen.
  • Im telefonischen Gesundheitssurvey 2003 (GSTel03) berichteten 23,2% der Frauen und 15,9% der Männer, dass bei ihnen jemals eine Arthrose festgestellt wurde; bei den über 65-Jährigen waren es 45,7% der Frauen und 30,3% der Männer.
  • Im Bundes-Gesundheitssurveys 1998 (BGS98) geben 28,0% der Frauen und 27,0% der Männer an, dass ein Arzt jemals bei ihnen eine Arthrose festgestellt hat.
    Der Anteil von Personenen mit Osteoarthrose steigt von 5,6% bei unter 30-Jährigen auf 53,4% bei ab 60-Jährigen.

Ursachen

Als Ursachen gelten vor Allem

  • genetische Veranlagung und angeborenen Deformitäten (z.B. Achsenfehlstellungen, Hüftgelenksdysplasien),
  • Verletzungen und Unfälle sowie
  • Überbeanspruchung durch starkes Übergewicht.

Folgen

  • Schmerzen
  • Bleibende Funktions- und Fähigkeitsstörungen, Behinderung bei Alltagsaktivitäten
  • Hohe Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems durch Gelenkersatz
  • Verlust an Lebensqualität und selbständiger/selbstbestimmter Lebensführung

Literatur

  • Schneider S, Schmitt, G, Mau H et al. Prävalenz und Korrelate der Osteoarthrose in der BRD. Repräsentative Ergebnisse des ersten Bundesgesundheitssurvey. Orthopäde 2005;34:782–790 (Online nicht verfügbar)

Stand: 09.01.2015

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