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zu Arthritis (Gelenkentzündung)

Definition

Als Arthritis werden entzündliche Gelenkerkrankungen zusammengefasst. Sie entstehen auf der Grundlage bisher nicht vollständig geklärter genetisch bedingter Autoimmunprozesse. Die häufigste Unterform der chronischen Arthritis ist die rheumatoide Arthritis (RA).

Verbreitung

In der Studie DEGS1 (2008-2011) wird von 2,5% aller 18- bis 79-Jährigen eine ärztlich diagnostizierte rheumatoide Arthritis (RA) angegeben. Frauen weisen mit 3,2% signifikant häufiger eine RA auf als Männer mit 1,9%.

In GEDA 2012 berichten gut 7 % der Frauen und knapp 5 % der Männer, dass bei ihnen jemals die ärztliche Diagnose einer Arthritis, rheumatischen Arthritis oder chronischen Polyarthritis gestellt worden ist.

Bei jungen Erwachsenen unter 30 Jahren kommt die Angabe einer solchen Diagnose selten vor. Danach steigt die Lebenszeitprävalenz von Personen mit Arthritis-Diagnose bei beiden Geschlechtern und in allen Bildungsgruppen mit zunehmendem Lebensalter an.

  • In GEDA berichteten 7,1 Prozent der Frauen und 3,9 Prozent der Männer, dass bei Ihnen jemals eine Arthritis, rheumatische Arthritis oder chronische Polyarthritis ärztlich festgestellt wurde (Lebenszeitprävalenz).
  • Im telefonischen Gesundheitssurvey 2003 (GSTel03) gaben 5,3% der Frauen und 3,4% der Männer an, dass bei ihnen jemals eine Arthritis, rheumatische Arthritis oder chronische Polyarthritis festgestellt wurde.
  • Im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 (BGS98) lag die Lebenszeitprävalenz von Personen mit selbst berichteter Arthritis-Diagnose einer entzündlichen Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankung bei 4,5% für Frauen und 2,3% für Männer.

Spezifische Merkmale

  • Zumeist chronischer Verlauf,
  • In Schüben fortschreitend,
  • Tritt in höherem Lebensalter auf
  • Bei Frauen häufiger

Krankheitsfolgen

  • Funktionsbeeinträchtigungen
  • Schmerzen
  • Einschränkungen der Lebensqualität
  • Arbeitsunfähigkeit / Frühberentungen
  • Inanspruchnahme medizinischer Leistungen (z.B. Behandlung, Krankenhausaufenthalte, Rehabilitation)
  • Erhebliche Kosten für die Sozialsysteme

Stand: 09.01.2015

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