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Aas-Fliegen als "Frühwarnsystem" vor Zoonose-Epidemien

Viele Krankheitserreger von Tieren können auch auf den Menschen übertragen werden, sogenannte Zoonoseerreger. Wenn sich unter Wildtieren eine solche Krankheit ausbreitet, ist das somit auch eine potenzielle Gefahr für die Menschen der Region. Beispielsweise werden fast alle Ebola-Epidemien unter Menschen auf Epidemien bei Menschenaffen zurückgeführt. Eine Methode, mit dem sich solche Erkrankungswellen unter Wildtieren frühzeitig erfassen lassen, hat ein Team aus Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts und weiterer deutscher Forscher im Rahmen eines Projektes zur Biodiversität in Afrika entwickelt. Hier wird aus aasfressenden Fliegen Erbsubstanz der Säugetiere isoliert, von deren Kadavern sich die Fliegen ernährt haben. Enthalten die Extrakte besonders häufig Erbsubstanz einer bestimmten Tierart, lässt das auf eine ungewöhnlich hohe Sterblichkeitsrate innerhalb dieser Art schließen – und damit auf eine mögliche Epidemie. Daraufhin können Wissenschaftler nicht nur gezielt nach den verursachenden Erregern suchen. Die Methode ist auch ein gutes Frühwarnsystem für Epidemien bei Menschen. Die Studie wurde online im Fachmagazin "Molecular Ecology" veröffentlicht.

Stand: 14.02.2013

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