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Projekt des Netzwerks für antimikrobielle Resistenz

Projekttitel

Erregergenom-basierte Rekonstruktion der Ausbreitung pathogener Bakterien zwischen Gesundheitseinrichtungen eines regionalen MRE-Netzwerks (MRSAar PLUS)

Beschreibung

Multiresistente, nosokomiale Erreger (MRE) stellen eine große Bedrohung für die Gesundheit von Patienten in deutschen Krankenhäusern und für die Leistungsfähigkeit eines modernen Gesundheitswesens dar. Die Kenntnisse, auf welchen Wegen und mit welcher Dynamik sich diese Erreger verbreiten, sind aber durchaus begrenzt, ebenso wie die Übertragbarkeit von Kontrollmaßnahmen auf verschiedene MRE.

Für das hier beantragte Projekt soll dabei die Infrastruktur und ein vorgesehenes Untersuchungs­programm (Prävalenz­untersuchung bei Bewohnern von Alters-/Pflegeheimen) eines etablierten regionalen Netzwerkes inkl. der dabei erhobenen anamnestischen Daten/ Bewohner­informationen genutzt und erweitert werden und die epidemio­logischen und Labor­daten gemeinsam aus­gewertet werden. Auf diesem Weg wird das Netzwerk gestärkt und auf Grund­lage der erhobenen Daten können weitergehende Untersuchungen durchgeführt werden.

Im Rahmen des hier beantragten Projekts sind ergänzende Untersuchungen geplant, nämlich die Anzucht und die molekulare Untersuchung von Clostridium difficile aus gewonnenen Stuhlproben bzw. Abstrichen sowie vertiefte molekulare Analysen von Enterokokken, MRSA und multiresistenten gramnegativen Erregern. Hierdurch soll in einem konzertierten Ansatz die zeitliche und räumliche Dynamik der regionalen Ausbreitung wichtiger nosokomialer Pathogene (MRSA, Enterokokken, Clostridium difficile, multiresistente Gram-negative) verfolgt werden. Ausbreitungswege sollen anhand von Typisierungs­daten und Genom­sequenzen rekonstruiert und sodann mit individuellen Patienten­bewegungs­daten, die anamnestisch erhoben wurden, kombiniert werden.

Ziele

Der Antrag versteht sich als Pilotprojekt für eine mögliche stärkere Verknüpfung existierender Netzwerk­strukturen ("Regionale MRE-Netzwerke") mit etablierten Nationalen Referenz­zentren und Konsiliarlaboren. Transmissions­ketten und Ausbreitungs­wege nosokomialer Patho­gene, welche bisher meist nur lokal, d.h. einrichtungs­bezogen für jeweils einzelne Erreger untersucht und erfasst wurden, werden mit vergleichenden Daten­erhe­bungen und -analysen in einen größeren Kontext gebracht. Das Ausbreitungs­verhalten von vier verschiedenen Erreger-Gruppen in der­selben Umgebung wird verglichen.

Projektmitglieder

AnsprechpartnerInstitution
PD Dr. G. Werner
NRZ für Staphylokokken und Enterokokken, Robert Koch-Institut (Bereich Wernigerode), Burgstraße 37, 38855 Wernigerode, E-Mail: Kontaktformular PD Dr. G. Werner
Prof. Dr. S. Gatermann,
Dr. M. Kaase
NRZ für gram­negative Krankenhaus­erreger
PD Dr. L. von Müller,
Prof. Dr. M. Herrmann
KL für Clostridium difficile
Prof. M. HerrmannMRSAarNetz, Universitäts­klinikum des Saarlandes
Dr. R. Klein,
Dr. T. Lamberty,
H. Christian
Ministerium für Soziales, Gesund­heit, Frauen und Familie in Saar­brücken
Dr. T. Eckmanns,
Dr. E. Velasco
Fach­gebiet für Noso­ko­miale Infek­tionen, Surveillance von Anti­biotika­resistenz und -verbrauch (FG37), Abtei­lung für Infektions­epide­mio­logie, Robert Koch Institut

Stand: 29.04.2015

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