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Zielgruppeneinstiege

Querschnittsstudie zur Prävalenz von Zoonoseerreger-DNA und spezifischen Antikörpern im Serum von Blutspendern und Waldarbeitern in Deutschland.

Über das Vorkommen von humanen Infektionen mit Zoonoseerregern ist in Deutschland nach wie vor wenig bekannt, die Daten zur Prävalenz von Zoonosen sind unzureichend. Der Schwerpunkt in diesem Projekt lag in der Untersuchung der infektionsepidemiologischen Situation der im Netzwerk vertretenen Zoonosen und weiterer Vektor-übertragener Erkrankungen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Blutspende-Dienst Baden-Württemberg /Hessen wurden humane Blutproben auf entsprechende Pathogene untersucht.

Die für die entsprechenden Zoonosen relevanten Risikofaktoren werden durch standardisierte Befragung der Probanden erhoben.

Neben diesem Schwerpunkt der Erfassung des Zoonosevorkommens in der Allgemeinbevölkerung anhand des Kollektives „Blutspender“ untersuchte das RKI-Netzwerk Zoonosen zusammen mit dem Landes-Institut für Gesundheit (Nordrhein-Westfalen) in einer gemeinsamen Seroprävalenzstudie das Risikokollektiv „Waldarbeiter“. Über die geografische Verbreitung und die Häufigkeit, mit der humane Infektionen mit Zoonoseerregern in Nordrhein-Westfalen vorkommen, ist wenig bekannt, von Untererfassung kann ausgegangen werden. In einer Querschnittstudie wurden die Seroprävalenzen von Zoonoseerregern bei Waldarbeitern und einer Kontrollgruppe analysiert. Dabei wurde zunächst durch standardisierte Befragung ein mögliches Expositionrisiko ermittelt. Die Analytik der Blutproben wurde durch die Konsiliarlaboratorien des RKI-Netzwerks Zoonosen realisiert. Serologische Untersuchungsergebnisse liegen inzwischen für das „Waldarbeiter-Kollektiv“ für ~ 650 Personen vor, es handelt sich damit um die bislang größte Waldarbeiter-Studie bezogen auf die Vielfalt der untersuchten Zoonosen. Die Daten sind publiziert (Jurke et al., Int J Med Microbiol, 2015, in press).

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