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Gesundheitsmonitoring auf Bundesebene

Das Gesundheitsmonitoring auf Bundesebene verfolgt das Ziel, den Gesundheitszustand, das Krankheitsgeschehen, Veränderungen von gesundheitsrelevanten Einflussfaktoren und Risiken sowie Handlungsbedarf zu erfassen.

Wesentliche Datenbasis des Gesundheitsmonitorings sind bevölkerungs­bezogene Untersuchungs- und Befragungssurveys mit Querschnitt- und Längsschnittanteilen. Weitere wichtige Datenquellen sind die amtliche Statistik, Krankheitsregister sowie Prozessdaten aus dem Bereich der Gesundheits­versorgung. Die Ausgestaltung und methodische Weiterentwicklung eines bevölkerungsrepräsentativen Gesundheitsmonitoring-Systems gehört zu den zentralen Aufgaben der Abteilung 2. Darunter fallen unter anderen folgende Aspekte:

  • Methodische Weiterentwicklung und Ausgestaltung geeigneter Erhebungssysteme
  • Erschließung und Auswertung von Routinedaten aus dem Gesundheitswesen sowie aus der amtlichen Statistik
  • Entwicklung und Ausgestaltung von relevanten Gesundheitsindikatoren
  • Bereitstellung bevölkerungsrepräsentativer Daten und Ergebnisse.

Um die Anschlussfähigkeit an internationale Erhebungs- und Indikatorensysteme zu gewährleisten, engagiert sich die Abteilung 2 im Verbund mit anderen europäischen Public Health-Instituten in verschiedenen EU-Projekten am Aufbau eines europäischen Systems für das Gesundheitsmonitoring.

Bundesweite Gesundheitssurveys

Im Zentrum der primär erhobenen Gesundheitsdaten stehen die vom RKI regelmäßig durchgeführten Gesundheitssurveys. Ziel dieser wiederholten epidemiologischen Querschnitt- und Kohortenstudien auf Bundesebene ist es, belastbare Kern-Indikatoren des Gesundheitszustandes und der gesundheitlichen Risiken in der Bevölkerung zu erfassen und eine Beurteilung von regionalen Unterschieden und zeitlichen Entwicklungen zu ermöglichen.

Die Gesundheitssurveys sind neben den Krebsregisterdaten die wesentliche Datengrundlage für die epidemiologische Forschung der Abteilung 2.Die Konzeption und Auswertung von Befragungs- und Untersuchungssurveys kann auf eine lange Tradition innerhalb der Abteilung zurückblicken.

Ein Überblick über die im Rahmen des Gesundheitsmonitorings durchgeführten Gesundheitssurveys KiGGS, DEGS und GEDA findet sich unter: Startseite > Gesundheitsmonitoring > Studien.

Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)

Zur Umsetzung des Bundeskrebsregisterdatengesetzes (2009) wurde Anfang 2010 im Robert Koch-Institut das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) in der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring eingerichtet.

Zu den Kernaufgaben gehört die Schätzung der Vollzähligkeit der von den epidemiologischen Landeskrebsregistern jährlich übermittelten Daten und darauf aufbauend die Ermittlung der Krebsinzidenzen in Deutschland. Neben den Neuerkrankungs- und Mortalitätsraten werden unter anderem auch Prävalenzen, Überlebensraten und die Verteilung der Tumorstadien für Deutschland bei Erstdiagnose regelmäßig ausgewertet und veröffentlicht. 

Das ZfKD beschäftigt sich zudem auch mit der quantitativen Bedeutung ausgewählter Risikofaktoren wie Tabakrauchen, Alkoholkonsum oder Virusinfektionen für das Auftreten von Krebserkrankungen in Deutschland. Auf Antrag kann der Datensatz des ZfKD auch für externe Wissenschaftler zur Verfügung gestellt werden. Link: Startseite > Gesundheitsmonitoring > Zentrum für Krebsregisterdaten

Sekundärdaten

In Deutschland liegen viele Daten aus der amtlichen Statistik und aus der gesetzlichen Sozialversicherung vor, die regelmäßig ausgewertet werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Mortalitätsstatistik und die Krankenhausdiagnosestatistik, die DRG-Statistik, Daten der gesetzlichen Krankenversicherung, der Rentenversicherung sowie der gesetzlichen Unfallversicherung. Entsprechende Routineauswertungen sind in der Gesundheitsberichterstattung und der epidemiologischen Forschung der Abteilung 2 implementiert.

Stand: 26.03.2013

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