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Krisen- und Risikomanagement

Die Bedeutung von Infektionen durch hochpathogene Erreger ist seit den Anschlägen am 11.09.2001 verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Aus diesem Grund wurde 2002 das heutige "Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS)" als die zentrale fachliche Einrichtung des Bundes in Fragen der biologischen Sicherheit etabliert. Damit wurden dem RKI neue Aufgaben im Bereich des Risiko- und Krisenmanagements übertragen.

Insbesondere die potenzielle Bedrohung durch bioterroristische Anschläge mit Sporen von Bacillus anthracis, Pockenviren (Variola-Virus), Tularämie- oder Pesterreger (Francisella tularensis bzw. Yersinia pestis) und eine Vielzahl anderer hochpathogener Erreger und Toxinen verstärkte die Forderung, diese Erreger näher zu untersuchen, schnelle sensitive und spezifische diagnostische Methoden zu entwickeln und die Pathogenese der Erkrankungen zu untersuchen. Zudem fehlen Impfstoffe, die einerseits einen möglichst hohen Schutz induzieren und andererseits nebenwirkungsarm sind.

Forschungsschwerpunkte sind Vorhaben zur

  • Entwicklung von Szenarien zum Erkennen von Angriffen und Anschlägen mit biologischen Agenzien,
  • Entwicklung von Nachweissystemen zur Diagnostik von hochpathogenen viralen und bakteriellen Erregen sowie von Toxinen, die bei bioterroristischen Anschlägen eingesetzt werden können
  • Optimierung der Probennahme und das Probenmanagements für labordiagnostische Untersuchungen bei vermuteten bioterroristischen Anschlägen,
  • Pathogenese viraler und bakterieller Erreger,
  • Entwicklung lagerfähiger Reagenzien,
  • Wirksamkeitsprüfung von Desinfektionsmitteln bei hochpathogenen viralen und bakteriellen Erregern sowie von Toxinen, die bei bioterroristischen Anschlägen eingesetzt werden können,
  • Qualitätssicherung der Diagnostik national bzw. international.

Auch im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes ergeben sich Aufgaben des Krisen- und Risikomanagements, die institutsübergreifende Zusammenarbeit erfordern. Als ein Beispiel dafür sind die vom RKI durchgeführten Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Auftreten von SARS und ersten Fällen in der Bundesrepublik Deutschland zu nennen. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen leiten sich Forschungsansätze sowohl für die Surveillance wie auch für die Erregererkennung und -differenzierung ab. Von zentraler Bedeutung in diesem Themenkomplex sind die

  • Influenza-Pandemie-Planung sowie
  • die Untersuchung von nationalen und internationalen Ausbrüchen.

Stand: 01.02.2012

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