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Dual-Use-Risiken in der Infektionsforschung

Verfahrensregel zur Vermeidung bzw. Minimierung von Risiken im RKI

Forschung und Entwicklung haben entscheidend zum Fortschritt und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse beigetragen. Gleichzeitig besteht jedoch die grundsätzliche Gefahr, dass Erkenntnisse missbraucht und zum Schaden von Gesellschaft und Umwelt eingesetzt werden. Diese „doppelte Verwendbarkeit“ von wissenschaftlichen Erkenntnissen wird als Dual-Use-Problematik bezeichnet.

Auch bei der Forschung an pathogenen Mikroorganismen und Toxinen wird das Missbrauchspotenzial wissenschaftlicher Erkenntnisse deutlich: Einerseits ist das Wissen über die Pathogenese, die Übertragbarkeit und die Genomik von pathogenen biologischen Agenzien unverzichtbar, um ihre Aus- und Weiterverbreitung zu verhindern und die Behandlung von Infektionen und Intoxikationen zu ermöglichen oder zu verbessern. Andererseits können diese Erkenntnisse unter Umständen auch dazu genutzt werden, Menschen, Tiere oder Pflanzen zu schädigen.

Das Robert Koch-Institut (RKI), das sich mit pathogenen Erregern und Toxinen befasst, hat daher ein hausinternes Verfahren entwickelt, das die Freiheit der Forschung zum Nutzen der Gesellschaft bewahrt und gleichzeitig die Verbreitung von Informationen und Forschungsergebnissen zum Schaden von Gesellschaft und Umwelt verhindert. Eine Hausverfügung dazu trat am 8. Mai 2012 in Kraft und wurde am 25. März 2013 auf Basis der bisherigen Erfahrungen aktualisiert. Alle laborexperimentell arbeitenden Organisationseinheiten im RKI sind verpflichtet, diese Hausverfügung umzusetzen.

Stand: 07.05.2013

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