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HIV bei Migranten in Deutschland

Beim Thema HIV und Migration denkt man in Deutschland meist an Immigration aus Ländern bzw. Regionen mit generalisierten HIV-Epidemien in der Allgemeinbevölkerung, vor allem aus Subsahara-Afrika. Deutschland ist von dieser Immigration viel weniger betroffen als die ehemaligen Kolonialmächte und auch die skandinavischen Länder.

In Deutschland stellen Menschen aus anderen europäischen Ländern einen viel höheren Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung als die vergleichsweise kleine Gruppe von Menschen aus Subsahara-Afrika. Für viele dieser Migranten aus Südost- und Osteuropa (z. B. Rumänien, Ex-Jugoslawien) ist Deutschland verglichen mit ihrem Heimatland das Land mit der höheren HIV-Prävalenz. Internationale Migration sorgt also dafür, dass HIV-Infektionen sowohl nach Deutschland „importiert“ als auch aus Deutschland „exportiert“ werden.

In der aktuellen Ausgabe 5/2010 des Epidemiologischen Bulletin werden die HIV-Meldedaten des Robert Koch- Instituts für die in Deutschland neu diagnostizierten HIV-Infektionen bei Personen dargestellt und analysiert, bei denen ein anderes Herkunftsland als Deutschland angegeben wurde. Unter dem Aspekt der primären HIV-Prävention, also der Verhinderung von HIV-Neuinfektionen, wird der Schwerpunkt der Analyse auf diejenigen Personen gelegt, bei denen als Infektionsrisiko nicht die Herkunft aus einer Hochprävalenzregion angegeben wurde.

Stand: 08.02.2010

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